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Wenn Füße ins Labor gehen

Wie die Orthopädische Klinik Heidelberg für Elefanten-Schuhe forscht

Durch beharrliche Entwicklungsarbeit hat sich die Marke Elefanten bei Eltern über Generationen einen Namen gemacht. Auch im Jubiläumsjahr haben sich die Kinderschuh-Experten einiges vorgenommen. Diesmal schicken sie die Kinderfüße ins Labor.

So wenig Schuh wie möglich - so viel wie nötig. So lautet die Maxime, die Elefanten zusammen mit dem Ganglabor der Orthopädischen Klinik in Heidelberg verfolgt. Es ist das einzige Labor in Deutschland, das auf die Beobachtung und Auswertung von Fußbewegungen spezialisiert ist. Seit dem Jahr 2000 entwickelt Elefanten hier zusammen mit dem Ganglabor Kinderschuhe, die die natürliche Entwicklung des Kinderfußes unterstützen.

"Ein optimaler Kinderschuh muss leicht und sehr flexibel sein", sagt Laborleiter Dr. Sebastian Wolf. „Er muss so gebaut sein, als wenn das Kind barfuß laufen würde. Das heißt: "Die Sohle muss viel vom Untergrund wahrnehmen. Nur so ist ein gesunder Gangablauf garantiert." Reize, die ein nackter Fuß vom Untergrund über die Sohle erhält, sollen also möglichst im Schuh erhalten bleiben. "Ein Schuh muss vor Kälte, Nässe und Verletzungen schützen, nicht mehr und nicht weniger", sagt Experte Wolf.

Um dem gesunden Gehen auf die Spur zu kommen, wird im Heidelberger Ganglabor seit 2000 im Auftrag von Elefanten intensiv experimentiert. Dabei setzt das Team um Dr. Wolf auf modernste Technik.

So wird das kindliche Laufverhalten mit einer Spezialkamera aufgezeichnet. Zunächst wird der nackte Fuß unter die Lupe genommen. Damit seine Bewegungsabläufe für das elektronische Auge gut sichtbar werden, kleben die Orthopäden auf alle anatomisch wichtigen Punkte der Füße und Beine kleine gelbe Kugeln. Die Kamera hält den Bewegungsablauf beim Gehen fest. Besonderes Augenmerk wird auf die Kraftverteilung und die Muskelaktivität gelegt. Ein spezielles Computerprogramm wandelt die Aufnahmen grafisch um. Nun wird der Vorgang wiederholt. Diesmal wird der Bewegungsablauf des Fußes mit Schuh beobachtet. Auch hier kommen wieder die Kugeln an den gleichen Stellen wie vorher zum Einsatz. Dort, wo sie vorher auf dem nackten Fuß klebten, werden nun Löcher in den Schuh geschnitten, damit die Kugeln wie beim ersten Durchgang aufgeklebt werden können. Die Kamera verfolgt erneut den Bewegungsablauf - nur diesmal eben mit Schuh. 
 
Der Vorteil: Diese Methode zeigt genau, wie sich der Fuß im Schuh verhält. Die Experten erhalten praktisch eine Innenansicht von dem, was im Schuh abläuft. Auch diese Kameraaufnahmen werden grafisch umgewandelt. Die Gangmuster ohne und mit Schuh können nun miteinander verglichen werden.
"Auf diese Art können wir die Stärken und Schwächen eines neu entwickelten Kinderschuhs genau beobachten", sagt Dr. Sebastian Wolf. "Wir sehen zum Beispiel, ob der Fuß rutscht oder ob der Fuß Ausweichbewegungen macht." So kann auch getestet werden, wie sich zum Beispiel ein Fußbett in verschiedenen Stärken auf das Gehverhalten auswirkt. "Auf diese Weise entwickeln wir Schritt für Schritt den optimalen Schuh für einen kleinen Fuß", sagt Dr. Sebastian Wolf.

Weitere Informationen und Kontakt:
Heinrich Deichmann-Schuhe GmbH & Co. KG
Deichmannweg 9
45359 Essen

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